Willkommen auf meiner Seite ♥️
Als ich 2005 in Thailand meine eigene Stiftung gründete, war ich als Direktorin für Sales,
Marketing und Kommunikation eines weltweit führenden Destination-Spa-Hotels in Thailand tätig.
Ich reiste um die Welt, um das Hotel zu vermarkten und einen fruchtbaren Boden
für die internationalen Expansionspläne zu schaffen.
Als ich jeweils im Flugzeug zurück nach Bangkok sass und die stillen Momente der Ruhe genoss,
tauchten oft Gedanken auf, wie ich in meiner zweiten Heimat Thailand den vielen Kindern,
die auf der Strasse lebten und ausgebeutet wurden, helfen könnte.
Dieser innere Antrieb liess mich in meiner freien Zeit aktiv werden.
Ich begann, mich für Strassenkinder einzusetzen und gemeinsam mit lokalen Botschaften
Entwicklungs- und Förderprogramme zu organisieren. Mit kreativen Fundraising-Anlässen machte ich auf die Ursachen und Folgen von Kindesmissbrauch aufmerksam und motivierte Botschafter aus Sport,
Kultur und Wirtschaft, sich für den Schutz von Kindern in Thailand zu engagieren.
Bald wurde auch die Öffentlichkeit auf meine Arbeit aufmerksam. Medien berichteten darüber,
und internationale Unternehmen begannen, ihre Unterstützung anzubieten.
So entstand in Zusammenarbeit mit dem thailändischen Kinderschutz am Stadtrand von Bangkok
das erste umwelt- und kinderfreundliche Waisenhaus mit einem eigenen Permakultur-Garten.
Ich kreierte einen lebendigen Ort, an dem die individuellen Bedürfnisse der oft
traumatisierten Waisenkinder im Mittelpunkt standen. Mein Team begleitete die Kinder in ihrem Alltag und nährte sie mit frischen Lebensmitteln und der umfassenden Montessori-Pädagogik von innen heraus.
Mit den Jahren verlagerte sich mein Schwerpunkt immer stärker auf die Prävention und damit
auf die Ursachen der Not. Die Spur der Armut führte mich in die Reisbauerndörfer im Nordosten Thailands. Dort setzte ich mich für die Direkthilfe für Kinder in Not, der Grossteil davon Mädchen, ein.
Eine grosse Herausforderung bestand darin, die tief verwurzelte thailändische Kultur mit zeitgemässen pädagogischen Erkenntnissen und Management zu verweben. Dazu bildete ich mich kontinuierlich weiter und erstellte Lernprogramme, um mein Team zu Fachkräften auszubilden.
Dank eines starken Netzwerks von Unterstützerinnen und Unterstützern konnte 2025
die finanzielle Absicherung der beruflichen Integration aller Lotus-Kinder gewährleistet werden.
Und somit fand nach 20 Jahren engagierter Arbeit und administrativer Leitung die Tätigkeit
der Stiftung in der Schweiz ihren erfolgreichen Abschluss.
Was mir heute bleibt, ist eine grosse Dankbarkeit.
Die erfüllten Blicke der Kinder und ihrer Angehörigen, in denen nach schwierigen Zeiten
wieder Mut und Hoffnung sichtbar wurden, erwärmen mein Herz zutiefst.
Ich durfte auf diesem Weg der Ganzwerdung viel geben – und habe unendlich viel zurückbekommen.
Mein Weg zeigte mir, dass jede Begegnung eine Spur hinterlässt und manchmal
aus kleinen Schritten etwas entstehen kann, das weit über den eigenen Weg hinaus weiterwirkt.
Khap Khun Kha!
Gabrielle von Reding