Unsere Arbeit


Prävention

Fakten: Hundertausende Kinder werden pro Jahr in Thailand und den Nachbarländern Opfer von Kindsmissbrauch. Thailand gilt weltweit als eines der Länder mit dem höchsten Anteil von Kindsmissbrauch, Kinderhandel und Kinderprostitution.

Das enorme Wirtschaftswachstum der letzten Jahrzehnte hat bei der thailändischen Bevölkerung eine Gier nach materiellen Werten ausgelöst. Dabei sind moralische und ethische Grundwerte in den Hintergrund gedrängt worden und man hat es verpasst, ein tragfähiges Sozialsystem aufzubauen.

Laut dem Ministerium für Kinderrechte übergibt circa 75% der Landbevölkerung Thailands ihre Kinder den Grosseltern oder Verwandten und sucht in den Städten oder Tourismushochburgen nach einem besseren Einkommen. Dabei wird die schmerzliche Situation akzeptiert, die Kinder nur einmal im Jahr während einiger Tage am Thai-Neujahr zu sehen. Notsituationen wie Verlust von Arbeit, Krankheit, Scheidung, Suchtprobleme oder ein Todesfall bedrohen Familien existenziell. In den traurigsten Fällen verfallen die Menschen dem lukrativen Geschäft der Kinderprostitution oder des Kinderhandels mit verheerenden langfristigen Konsequenzen.

Unsere Arbeit: Wir haben das Lotus Flower Patenschaftsprogramm entwickelt, um zu verhindern, dass noch mehr Kinder in Thailand Opfer von Kinderhandel, Kinderprostitution und Kindsmissbrauch werden. In diesem Projekt arbeiten wir mit den Schulbehörden der ärmsten Regionen des Landes, wie dem Isan und den Bangkoker Slums, zusammen. Die Schulen melden unserer Stiftung Kinder, die sich wegen einer Notsituation in ihrer Familie in Gefahr befinden, von zu Hause weggeschickt zu werden.

Wird ein Kind in unser Patenschaftsprogramm aufgenommen, dann decken wir die Kosten für die Grundbedürfnisse wie Essen, medizinische Versorgung, Transport zur Schule, Schulbücher, Uniformen und eine angemessene Freizeitgestaltung. Das Kind bleibt so bei seiner Familie und in seinem gewohnten Umfeld. Unsere Projektleiterinnen  besuchen die betreffenden Familien regelmässig, unterstützen sie und begleiten die Kinder bis zu Ihrer Selbständigkeit. Bei unserer Arbeit lassen wir uns immer von ethnischen und moralischen Grundwerten und den internationalen Kinderrechten leiten.

Mit CHF 100 pro Monat werden Sie Pate eines unserer Lotus Kinder und in unserer Begleitung dürfen Sie Ihr Patenkind zu Hause besuchen. Zurzeit begleiten wir rund 30 Kinder in diesem Projekt. Lesen Sie in unseren vergangenen Newsletters über die Lotus Kinder.


Bildung

Fakten: Für das Bildungssystem ist in Thailand hauptsächlich das Bildungsministerium verantwortlich. Die Unterrichtsmethoden sind veraltet und von Auswendiglernen geprägt. Eigenverantwortliches Lernen wird nur wenig gefördert. Demgegenüber steht ein ausgeprägtes Autoritätsdenken. Fachleute der Weltbank schätzen, dass ein Drittel der 15-jährigen Thailänder funktionale Analphabeten sind. Bei internationalen Tests schliessen die thailändischen Schüler unterdurchschnittlich schlecht ab. Die meisten dieser Analphabeten sind notleidende Jugendliche der Slum- und Randregionen. Das Senioritätssystem des Landes räumt ihnen kaum Platz zur Entwicklung und Rechte ein.

Physische Gewalt, um Verständnis bei Kindern zu erzwingen, ist keine Seltenheit und wird von der Bevölkerung grösstenteils akzeptiert. Laut einer Studie von Unicef erleben mehr als 50% der Kinder in Thailand Bestrafung durch Gewaltakte ihrer Eltern, Lehrer oder Aufsichtspersonen. Im Schnitt werden laut dieser Studie landesweit 52 Kinder pro Tag wegen sexueller oder physischer Gewalt in Spitäler eingeliefert.

Unsere Arbeit: Unsere Stiftung organisiert und finanziert Ausbildungsprogramme für Mitarbeiter von Waisenhäusern, Lehrer, Eltern und Bezugspersonen, die als Wegweiser für die Kinder fungieren.

Themen:

  • Internationale Kinderrechte
  • Kindergerechte Ausbildung
  • Selbstverantwortliches Lernen
  • Traumabefreiung
  • Gewaltfreie Kindererziehung
  • Achtsamkeits-Meditation

Unseren vergangenen Newsletters entnehmen Sie detaillierte Informationen über die von unserer Stiftung organisierten Ausbildungsprogrammen.


Kommunikation

LFF als Kommunikationsglied
Die LFF Stiftung stellt ihre Dienste zur Verfügung, um Kindsmissbrauch weltweit öffentlich zu machen. Wir wenden uns dabei an Privatpersonen, Regierungen, die Medien, Menschrechtsorganisationen und die Vereinten Nationen.

LFF Kommunikationsmaterial
Die LFF Stiftung erarbeitet Kommunikationsmaterial über Kindsmissbrauch, das sich an die Öffentlichkeit und an Beteiligte sowie Betroffene richtet. Es greift die Problematik auf, macht sie bewusst und unterstützt die Entwicklung hin zu einer positiven Transformation.